Landhaus Absalonshorst
Absalonshorster Weg 100
23562 Lübeck / Groß Grönau

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Die Geschichte um "Absalonshorst" und wie es zu diesem Namen kam:

Der kleine Fluss Wakenitz floss ursprünglich vom Ratzeburger See kommend in Richtung Lübeck bis zum Burgtor und dann in die Trave.

Ende des 12 . Jahrhunderts begann man die Wakenitz zu stauen, um in Kriegszeiten die Wassermühlen gesichert betreiben zu können. Außerdem wurde ihr Wasser dringend als Trinkwasser benötigt. Um sich diesen Fluss zu sichern, kaufte der Rat der Stadt Lübeck Ende des 13.Jh. den 15 km langen Wasserlauf (mit all seinen Überschwemmungs-
gebieten und Fischereirechten) dem damaligen Eigentümer, dem Herzog von Sachsen, für umgerechnet 6 Millionen Euro ab.
Durch diesen Weitblick ist die Wakenitz in Ihrer Schönheit bis zum heutigen Tag erhalten geblieben.

Der hohe Fischreichtum der Wakenitz kam den Fischern ebenfalls zu Gute. Die Stadtfischer, die sonst im gesicherten Stadtgebiet wohnten, fingen an auf den Niederungskuppen der Wakenitz, während des Fischfanges einfache Schutzhütten zum Übernachten zu bauen. Diese dienten auch Lager für Gerätschaften.
Später ersetzten richtige Häuser diese Hütten - sie hießen Buden oder Horste. Benannt wurden diese Horste vermutlich nach ihren Bewohnern, ihren Tätigkeiten oder nach Flurbezeichnungen.

Für das Wohnrecht bezahlten die Bewohnen an den Rat der Stadt Lübeck eine Naturalabgabe, meist jährlich ein "Rauchhuhn" (Von jedem Haus da Rauch ausgeht, ein Huhn).
Später wurde diese Abgabe in eine Geldzahlung umgewandelt. Mit Ausnahme von Hans Absalon-Kempe, der hier Ende des 13.Jh.lebte und dem Horst seinen Namen gab. Er zahlte, statt an den Lübecker Rat, dem Armen-und Siechenhaus zu Klein Grönau eine einmalige Bodenheuer (heute Grundsteuer) in Höhe von 20 Lübsche Mark.

Auch Anfang des 19.Jh.wurde auf Absalonshorst noch gefischt und zusätzlich ein Fährbetrieb betrieben. Hier wurden dann mit der sogenannten "Schweinefähre" Passanten und Handelsgüter übergesetzt. Die Wakenitz war nach dem Krieg in der Höhe von Absalonshorst der natürliche Grenzlauf, zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der damaligen Deutschen Demokratischen Republik. Durch diesen schwer bewachten natürlichen Grenzverlauf, ist die Wakenitz in ihrer Schönheit und Ursprünglichkeit erhalten geblieben.

Anfang der 50er Jahre wurde der kommerzielle Fischfang eingestellt, und man begann "Absalonshorst" als kleine Gastwirtschaft zu betreiben. Hier servierte man ungezwungen regionale Küche, meist frisch gefangenen Fisch aus der Wakenitz mit deftigen Bratkartoffeln. Spezialität schon damals: "Aal in Sauer".

In den 60er Jahren wurde dann aus Absalonshorst ein Restaurant und Hotel, das bis zum heutigen Tag zu Lübecks traditionellen Ausflugslokalen zählt. Mit seiner einzigartigen Lage direkt an der Wakenitz (seit 2002 Naturschutzgebiet) hat es bis heute kaum an Romantik verloren...

..und den Aal in Sauer, den gibt es immer noch!

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